Wachstum durch Weiterentwicklung zu einem Allround-Talent

Was macht die JS Lasertechnik?

„Ich habe mit drei Mann, einem kleinen Laser und einer Abkantbank angefangen. Wenn mir damals jemand erzählt hätte, dass ich einmal über 60 Mitarbeiter und zwei Werke haben würde, hätte ich ihm nie geglaubt“ so Geschäftsführer Jens Schumacher.

Doch diesen Sprung hat die JS Lasertechnik GmbH aus der altmärkischen Hansestadt Stendal (Sachsen-Anhalt) bereits 2016 geschafft. Erst 2007 gegründet, arbeitet das Unternehmen als Lohnfertiger und Dienstleister in der industriellen Metallbearbeitung. Die inzwischen 67 Mitarbeiter sind an den zwei Standorten Stendal und Gommern angestellt.

Auf welche Weise ist das Unternehmen gewachsen?

Fing alles zunächst mit regionalen Schlossereien und kleineren Metallbaubetrieben an, beliefert der Mittelständler heute bundes- und sogar europaweit Maschinen- und Anlagenbauer sowie Fahrzeug- und Stahlbauunternehmen. Darunter beispielsweise auch bekannte Schienenfahrzeughersteller oder das Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz.

Doch ein solches Wachstum erfordert ein konsequentes Hinterfragen natürlich gewachsener Strukturen, ein  anpassen von Strategien und beständigen Dialog mit dem Kunden weiß Geschäftsführer Schumacher. Wurden anfangs noch überwiegend einfache Halbzeuge und Metallteile bestellt, hat ein Trend die JS Lasertechnik Gruppe zum Handeln bewegt. Immer mehr Kunden erkundigten sich nach weiterführenden Anarbeitungen, die den technologischen Rahmen der bestehenden Werkzeuge und Maschinen sprengten. So wurde Schritt für Schritt die Fertigung ausgebaut. Heute wird nicht nur das Laserschneiden und Umformen von Blechen angeboten, sondern darüber hinaus auch das Schneiden von Metallprofilen in einem innovativen Rohrlaser. Weiterführende Arbeiten wie Gewindeschneiden, Bohren, Walzen, Fasen sowie Schweißen und die Montage komplettierten nach und nach das Portfolio und machten die heutige JS Lasertechnik zu einem Spezialisten für komplexe, einbaufertige Metallkonstruktionen.

Welche Strategie stand hinter dem Wachstum?

Von Anfang an setzte Herr Schumacher dabei auf ein ERP-System das konkret auf die Bedürfnisse eines metallverarbeitenden Betriebes zugeschnitten wurde. Sind zunächst nur wenige Bausteine wie die Angebots- und Auftragsanlage genutzt worden, so konnte das System entsprechend der wachsenden Bedürfnisse erweitert werden. Dies hat Kosten gespart und die Unternehmensprozesse nicht unnötig komplex werden lassen. Heute überwacht das ERP-System alle Kostenstellen, Kapazitäten und Lagerbestände, verfolgt in Echtzeit die laufende Produktion und garantiert eine präzise Terminierung von Fertigungs- und Lieferzeiten. Hunderte unterschiedliche Teile von kleiner bis großer Stückzahl verlassen so jede Woche die Werke - pünktlich und zuverlässig.

Feste Wachstumspläne gibt es nicht. „Die Produkte unserer Kunden sind ungeheuer vielseitig und entwickeln sich ständig weiter“ weiß Mats-Milan Müller, zuständig für das Marketing der JS Lasertechnik Gruppe. Alleine schon deshalb werde es für die Lohnfertiger nie die eine Universallösung geben. „Unsere Abnehmer streben eine langfristige, belastbare Partnerschaft an und genau dafür sind wir aufgestellt“ so Müller weiter. Wo es die nächsten Jahre hingehen wird, hängt für den Allrounder in hohem Maße vom Bedarf der Kunden ab – mehr noch als in vielen anderen Branchen.

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