Gemeinsam mit Partnern wachsen

Collage Pergande

Wachstum ist das Ergebnis des Ineinandergreifens verschiedener Erfolgsfaktoren, welche die spezifischen Bedingungen in Ostdeutschland widerspiegeln – so kann das Ergebnis des 1. Unternehmertreffens „Unternehmen :wachsen“, das am 11.4.2017 stattfand zusammengefasst werden. Gastgeber des Unternehmertreffens war die IPT Pergande GmbH in Weißandt – Gölzau, deren Wachstumsgeschichte insbesondere von einer Positionierung des Unternehmens als Dienstleister für die Industrie und einer engen Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsstandort Magdeburg geprägt ist. Rund 30 Unternehmerinnen und Unternehmer nutzten das Treffen, um sich zum Thema Unternehmenswachstum auszutauschen und aktuelle Herausforderungen mit der Ostbeauftragten der Bundesregierung, PStS’in Iris Gleicke, zu diskutieren.

Zu Beginn des Unternehmertreffens stand die Präsentation der IPT Pergande GmbH.

Ausgehend von der Wachstumsgeschichte der IPT Pergande reflektierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem Roundtable Gespräche ihre Wachstumserfahrungen, die oftmals bemerkenswerte Parallelen aufwiesen. Der Rolle von Forschung und Entwicklung gemeinsam mit Unternehmenspartnern aber auch mit Forschungseinrichtungen und Netzwerken wurde eine entscheidende Rolle zugesprochen. Dabei wurde deutlich – die Markt- und Kundenperspektive ist zentral dafür, dass sich die skizzierten Wachstumseffekte einstellen. Wichtig hierfür ist die Positionierung als Spezialanbieter mit hoher Kompetenz in Schlüsseltechnologien. Durch die Zusammenarbeit etwa mit der (Groß-)Industrie, die Entwicklung beim Kunden aber auch mit Forschungseinrichtungen und Netzwerkpartnern ergeben sich neue Marktchancen. Insofern kann eine geeignete Kooperationsstrategie den Vertrieb zwar nicht vollständig ersetzen, aber den Marktzugang deutlich vereinfachen – wichtig für die kleinteilig strukturierte Unternehmenslandschaft in Ostdeutschland. Hierbei spielt auch die öffentliche Hand eine wichtige Rolle, die über die Förderung von Infrastruktur oder die Bereitstellung von Netzwerkstrukturen entsprechende Unterstützung und Vorleistungen bietet.

Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zugleich, dass die Unternehmenskultur und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen entscheidenden Beitrag dafür leisten, dass ein Wachstumsprozess tatsächlich nachhaltig ist. „Raum für Kreativität geben“, „Aus dem Hamsterrad herauskommen“ und „Mitarbeiter selbständig machen“, waren Aspekte, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern immer wieder genannt wurden. Erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern gelingt es, ihre Mitarbeiter so zu stärken, dass ihnen der Rücken freigehalten word, um Wachstum zu gestalten. Und natürlich gehört unternehmerisches Denken, die Bereitschaft, Dinge auszuprobieren ohne vorher alles „durchzurechnen“ zu den Erfolgsfaktoren.

Im Gespräch wurden aber auch zwei Herausforderungen deutlich: die Finanzierung des Wachstumsprozesses, insb. die Vorfinanzierung von Sprunginvestitionen, sowie der sich abzeichnende Fachkräftemangel. Diesen beiden Herausforderungen werden sich die beiden nächsten Unternehmergespräche widmen, die für August 2017 vorgesehen sind.

 

Über den Dialog "Unternehmen :wachsen"

Der Dialog „Unternehmen :wachsen“ wird im Rahmen der Projektstelle „Förderung von unternehmerischem Wachstum in den neuen Bundesländern“ durchgeführt, eine Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer. Ziel des Dialogs ist es, mit neuen Ideen und guten Lösungen Impulse für mehr unternehmerisches Wachstum zu geben. Eingeladen zum Dialog sind engagierte Unternehmen, Gründerinnen und Gründer, Wissenschaft, Netzwerke, Cluster und alle, die Ideen und Erfahrungen in den Dialog einbringen wollen. Weitere Informationen finden Sie auf http://www.dialog-unternehmen-wachsen.de/.